Das Parteiprogramm der *jevp Schweiz

Wir sind jung – wir haben Träume!

Wir träumen davon…

  • dass sich die Menschen in der Schweiz gegenseitig achten, respektieren und aufeinander Rücksicht nehmen,
  • dass die Familien wieder ins Zentrum rücken und darin christliche Werte wie Vergebung, konstruktiver Umgang mit Konflikten und Wertschätzung gelebt werden,
  • dass das Recht auf Leben fraglos garantiert ist,
  • dass in der Schweiz jedes Kind eine qualitativ hochstehende Bildung erhält, welche auch die berufliche Zukunft sichert,
  • dass unsere Natur geschützt wird und aufblüht,
  • dass sich die Wirtschaft am Gemeinwohl orientiert statt nur am Gewinn,
  • dass die Gesundheitsversorgung nachhaltig und kostengünstig gewährleistet ist,
  • dass die Altersvorsorge für zukünftige Generationen gesichert ist,
  • dass Armut und Menschenhandel weltweit beseitigt werden.

Für diese Visionen sind uns das Wort Gottes und das Leben von Jesus Christus Grundlage und Inspiration. Das fordert uns zum Handeln auf. Als *jevp setzen wir uns ein – wir vertreten die Werte, die es zu schützen gilt und verhelfen den Visionen zum Durchbruch, für die es sich zu kämpfen lohnt. Was diese christlichen Werte für uns bedeuten, zeigt das Parteiprogramm auf den folgenden Seiten auf.

Starke Familien

Wir machen uns stark für Ehe und Familie als wichtige Stütze der Gesellschaft, in die es sich zu investieren lohnt.

Die Familie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft. Deshalb wollen wir sie stärken und schützen. Jedes Kind braucht dauerhafte Bezugspersonen, im Idealfall sind das Mutter und Vater. Heute steht die Karriere oft im Vordergrund, entsprechend nimmt der Stellenwert von Ehe und Familie stetig ab. Umso wichtiger ist es uns, Familien zu fördern und christliche Werte in der Familie zu leben.

  • Wir wollen die finanzielle Belastung für Familien verkleinern: über höhere Kinderzulagen und Prämienverbilligungen.
  • Die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben muss verbessert werden: durch Beiträge an die Betreuung, Schaffung und Förderung von Teilzeitstellen, freiwilligen Tagesstrukturen für SchülerInnen und Elternurlaub.
  • Eltern soll der Zugang zu Unterstützungsangeboten in der Erziehungsarbeit offenstehen: durch Erziehungshilfen, Stärkung des Verantwortungsbewusstseins, höhere Elternbeischaftshilfen für Alleinerziehende und finanziell verkraftbare Angebote für Familienfreizeiten.
  • Hausmänner und Hausfrauen sollen Anerkennung erfahren: durch die Anrechnung der Erziehungsjahre beim beruflichen Wiedereinstieg.

Bildung, die aufbaut

Wir setzen uns für ein duales Bildungssystem ein, das Talente fördert, bei Schwächen unterstützt und allen offensteht.

Bildung ist für unser Land die zentrale Ressource. Deshalb fordern wir eine Bildung auf hohem Niveau. Wer hier spart, verlagert Probleme in die Zukunft. Bildung hat ihren Preis, aber den ist sie auch wert. Herausforderungen ergeben sich durch die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Schule und durch die grossen Klassen.

  • Wir befürworten ein harmonisiertes Schulsystem zwischen den Kantonen.
  • Flüchtlingskinder sollen durch mehr Sprachkurse konsequenter in die öffentliche Schule integriert werden.
  • Wir fordern ein Schulsystem, welches auf individuelle Bedürfnisse eingehen kann, damit weder leistungsschwache noch hochbegabte Kinder zu kurz kommen.
  • Bildung dient als Vorbereitung der Jugendlichen auf das spätere Leben wie auch für den Berufseinstieg und nicht in erster Linie den Interessen der Wirtschaft.
  • Das duale Bildungssystem der Schweiz ist ein wichtiges Kapital. Die Attraktivität der Berufslehre und die Durchlässigkeit des Bildungssystems müssen deshalb gestärkt werden.
  • Die Universitäten sollen allen offenstehen, die das Talent, Interesse und den Durchhaltewillen zum Studium haben.
  • Jugendliche sollen den verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen (Jugendverschuldung), neuen Medien (Internet, Datenschutz etc.), Ernährung und Suchtmitteln lernen. Dies soll in der Schule und durch Stärkung des familiären Umfelds geschehen: Eltern sollen die Vorbildfunktion wahrnehmen und vorleben.

Umwelt – auch für die kommenden Generationen

Wir wollen Gottes Schöpfung schützen: Mit erneuerbaren Energien, Bekämpfung von Food Waste, verdichtetem Bauen und Naturschutz.

Die Natur bietet uns nicht nur ihre offensichtliche Schönheit, sondern ist Grundvoraussetzung für alles Leben. Freuen wir uns daran und tragen wir ihr Sorge. Leider wird sie heute stark belastet. Verkehr, Industrie und hoher Ressourcenverbrauch in Privathaushalten schaden langfristig nicht nur der Umwelt, sondern auch uns selbst. Deshalb stehen wir ein für eine aktive und nachhaltige Umweltpolitik, die darauf abzielt, die Schöpfung zu schätzen und zu erhalten.

  • Wir fordern die Erhaltung von schützenswerten Landschaften und der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen.
  • Der öffentliche Verkehr soll ausgebaut werden. Massnahmen zur intelligenten Verkehrsführung und -planung sind für uns eine Alternative zum Ausbau von Strassen. Damit der ÖV auch benützt wird, soll für Attraktivität der Preise gesorgt werden.
  • Durch verdichtetes Bauen sollen sowohl wertvolle Ökosysteme als auch für die Selbstversorgung wichtiges Kulturland geschützt werden.
  • Wir begrüssen die schrittweise Loslösung vom Atomstrom; die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Deshalb unterstützen wir hohe Abgaben auf gefährliche und klimaschädliche Energieträger.
  • Das Verursacherprinzip soll konsequent angewendet werden.
  • Wir wollen das Recycling durch die Schaffung finanzieller Anreize fördern; Food Waste soll in der Produktion, im Verkauf und in den Privathaushalten vermindert werden.

Wirtschaft – ein Plus für alle!

Wir wünschen uns eine Wirtschaft, die dem Menschen nützt, und nicht den Menschen ausnutzt.

Wirtschaft schafft Arbeitsplätze und Wohlstand in der Schweiz. Gute Rahmenbedingungen sind deshalb wichtig. Die Wirtschaft ist für alle da. Niemand darf ungerecht behandelt werden, sei es aus Gewinnstreben, Konkurrenzdenken, Egoismus oder unrealistischen Abfindungen anderer. Jugendliche sind von Arbeitslosigkeit prozentual am stärksten betroffen und leiden sehr unter ihrer Erwerbslosigkeit. Jugendarbeitslosigkeit bringt schwere Langzeitfolgen und soziale Nachteile mit sich. Doch auch Jugendliche sollen ihre Verantwortung schon während der Schulzeit wahrnehmen und sich aktiv um ihre Zukunft bemühen.

  • Wir setzen uns ein für eine soziale Marktwirtschaft und transparenten Handel: Unternehmen mit ethischen Grundprinzipien fördern wir durch die breitere Anwendung der entsprechenden Gütesiegel.
  • Wir fordern gerechte Bedingungen für alle Arbeitnehmenden: geschlechterunabhängige Löhne, die zum Leben reichen, Sonntagsarbeit nur wo nötig zulassen und Zollabbau für Produkte aus Entwicklungsländern.
  • Wir engagieren uns für einen konsequenten Schutz vor Menschen- und Organhandel sowie jeglicher Ausbeutung, sei dies durch Zwangsarbeit, Lohndumping oder unfairer Entlöhnung von Praktika.
  • Die Bürokratie für Betriebe muss minimiert werden.
  • Damit Unternehmungen Lehrstellen schaffen, brauchen sie Hilfe bei der Umsetzung und finanzielle Anreize. Die vielen Lehrabbrüche sollen mit Lehrlings- und Betriebscoaching verhindert werden.
  • Wir fordern mehr Übungsfirmen für die Beschäftigung von arbeitslosen Jugendlichen und benachteiligten Menschen.

Gesundheit geht vor!

Wir stehen ein für eine christlich-ethische Gesundheitspolitik, die das Leben fördert und Menschenwürde garantiert.

Gesundheit und Lebensqualität sind uns wichtig. Gute Rahmenbedingungen sollen erhalten oder neu geschaffen werden. Das Gesundheitssystem ist nachhaltig und kostengünstig zu gewährleisten. Das Leben soll konsequent von der Entstehung bis zum Tod geschützt werden. Mit dem Fortschritt in der Medizin ist verantwortungsbewusst und gerecht umzugehen.

  • Das Wohlbefinden der Bevölkerung soll durch eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, eine gute Work-Life Balance und starke Gesundheitszentren gestärkt werden. Impfungen sind im Bedarfsfall zu fördern.
  • Abtreibungen, Sterbehilfe und Suizide sollen verhindert werden. Personen, welche sich in schwierigen Situationen befinden, sollen vermehrt echte Unterstützung erfahren. Möglichkeiten zur Verhinderung von Abtreibungen (wie Baby-Fenster, anonyme Geburt, Beratungsstellen für Beziehungs- und Schwangerschaftsberatung) sowie von Sterbehilfe (z.B. durch Palliative-Care) sind zu fördern. Zudem müssen Menschen mit psychischen Krankheiten entstigmatisiert werden.
  • Jeder Mensch ist gleich an Wert und Würde. Ältere, Menschen mit Behinderung und kranke Menschen dürfen nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
  • Es braucht neue Modelle für die Alters- und Pflegeheime, damit uns kein Engpass in der Gesundheitsversorgung droht. Pflegeberufe müssen attraktiv sein. Es sollen mehr Ärzte in der Schweiz ausgebildet werden.

Wir gehören zusammen

Sowohl die Bibel wie auch die Bundesverfassung legen uns das Wohl der Schwächsten ans Herz. Wir stehen deshalb für eine Kultur des Teilens ein. Es schmerzt uns, dass die Lebenssituationen der Menschen in der Schweiz auseinanderdriften. Auf der Sonnenseite des Lebens gibt es Zugang zu Bildung, Beziehungen, Geld und Einfluss. Auf der Schattenseite kämpft man mit Finanznot, setzt die Gesundheit aufs Spiel und erfährt Benachteiligung oder Verachtung. Wir gehören alle zusammen! Deshalb wollen wir es nicht hinnehmen, dass die einen an Arbeitslosigkeit leiden, während andere an Überarbeitung zu Grunde gehen; dass die Schweizer in einer völlig anderen Welt leben als die Fremdsprachigen in unserem Land; dass die Menschen im Norden und Süden der Welt ungleiche Lebenschancen haben.

  • Keine weitere Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich. Der Staat soll bei Bedarf finanzielle Unterstützung für Studenten gewährleisten. Steuerschlupflöcher sollen gestopft werden und Steuern haben immer progressiv zu sein.
  • Unsere multikulturelle Gesellschaft bedarf Anstrengungen auf beiden Seiten. Deshalb fordern wir: Sprachkurse entsprechend der lokalen Landessprachen und professionelle Integrationshilfen für definitiv wie auch vorläufig Aufgenommene sowie Beschäftigungsmöglichkeiten auch im Sinn von Rückkehrhilfe für Asylsuchende.
  • Um die weltweite Armut zu bekämpfen, wollen wir die Entwicklungszusammenarbeit intensivieren. Die Schweiz soll sich für eine bessere Vertretung der ärmsten Länder in internationalen Organisationen einsetzen.
  • Wir setzen uns ein für die Freierbestrafung, welche die Prostituierten schützt und die Freier büsst.
  • Rechtshilfe muss auch bei Steuerhinterziehung möglich sein und nicht nur bei Steuerbetrug. Wir wollen das Bankkundengeheimnis gegenüber allen in- und ausländischen Steuerbehörden weiter lockern (Weissgeldstrategie) und im Gegenzug dasselbe von anderen Ländern einfordern.
  • Generation verbinden: Wir brauchen einander. Wir setzen uns ein für Solidarität zwischen den Generationen, hohe Lebensqualität auch im Alter, den Abbau der Staatsschulden und der Schulden bei Sozialwerken.



Fühlst Du Dich angesprochen?

Fühlst Du Dich durch diese Aussagen und Forderungen angesprochen? Kannst Du Dich mit dem vorliegenden Programm identifizieren? Möchtest Du an seiner Umsetzung mitwirken? Dann werde Teil der *jevp! Melde dich bei uns. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, wie auch über offene Diskussionen bei einem Kaffee, per Telefon oder Email.