Nein zur Initiative für eine Zukunft

Die Initiative für eine Zukunft will mit einer Erbschaftssteuer auf Vermögen über 50 Mio. Franken die Klimakrise bekämpfen. Ein berechtigtes Anliegen – doch die Forderungen gehen zu weit.

 

Die Initiative für eine Zukunft fordert eine Erbschaftssteuer auf sehr grosse Vermögen, deren Einnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise eingesetzt werden sollen. Dafür soll ein sehr hoher Freibetrag von 50 Millionen Franken gelten. Darüber hinaus würde ein Steuersatz von 50 Prozent erhoben.

Die Folge davon: Die besten Steuerzahlenden würden die Schweiz meiden. Es drohen Steuerausfälle statt Mehreinnahmen und betroffene Familienunternehmen müssten im Erbfall zur Begleichung der Steuer womöglich verkauft werden, statt in der Familie zu verbleiben.

Die Initiative der JUSO greift an sich ein wichtiges Thema auf. Spitzenvermögen wachsen rasant schnell an und die ungebremst steigende Ungleichheit wird so zur Gefahr für eine demokratische Gesellschaft. Die Besteuerung von leistungslosen Millionen-Erbschaften ist das richtige Mittel, um die Schere zwischen Arm und Reich wieder etwas zu schliessen. Die Forderungen der Initiative schiessen aber deutlich übers Ziel hinaus. Hinzu kommt die klassenkämpferische Rhetorik der JUSO, die leider wenig konstruktiv zur Debatte rund um eine Erbschaftssteuer beiträgt. Es bleibt zu hoffen, dass trotz

ideologischer Extremforderungen irgendwann eine Mehrheit für diese eigentlich sinnvolle und gerechte Besteuerung gefunden werden kann.

 

Die JEVP empfiehlt die Initiative für eine Zukunft am 30. November abzulehnen.