Ja zur Volksinitiative "Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln!"

Es ist allgemein bekannt, der Preis eines Gutes bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage. Bei den Nahrungsmitteln ist das nicht anders. Da auch bei der Produktion von Nahrungsmitteln das Risiko besteht, dass Missernten zu hohen Verlusten oder ein zu hohes Angebot zu tiefen Preisen führt, haben sich Bauern vermehrt über die Rohstoffbörse gegen Preisschwankungen absichern lassen. Dieses Geschäft, bei welchem sich hauptsächlich Versicherungen beteiligen, ist legitim denn es unterstützt die Produzenten und letztendlich die Konsumenten. Solche preislichen Absicherungen werden von der Initiative nicht eingeschränkt.

Nun kommt es aber vermehrt vor, dass Banken oder private Investoren an der Börse Nahrungsmittel kaufen, da sie auf Missernten und somit auf hohe Gewinne hoffen. Dadurch kann die Nachfrage gelegentlich stark ansteigen, obwohl das Angebot und die Anzahl Konsumenten gleich bleibt. Eine Preisblase entsteht und die Nahrungsmittelpreise werden verfälscht. Dies führt letztendlich zu mehr Hunger für die Ärmsten, welche die künstlich erhöhten Preise nicht bezahlen können.

Preisabsicherungen sind wichtig und weiterhin erlaubt. Aber Gewinne auf Kosten der Konsumenten, welche auf Nahrungsmittel angewiesen sind, sind unmoralisch und müssen verboten werden. Denn mit dem Essen spielt man nicht!

Die Initiative leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers auf der Welt, desshalb empfehlen wir von der*jevp ein JA! 

 

Autor des Textes: Dominic Täubert, Mitglied *jevp Schweiz

Kampagne

Verschiedenste Organisationen und Komitees unterstützen die Spekulationsstopp-Initiative.

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