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Ja zur Volksinitiative «Grüne Wirtschaft»

JA zur Volksinitiative «Grüne Wirtschaft»

JA zur Volksinitiative «Grüne Wirtschaft»

Wird über Nachhaltigkeit, Ressourcenverbrauch und Ökobilanz gesprochen, werden grüne Ideen und nachhaltige Grundsätze lautstark bejaht. Geht es jedoch darum, konkrete Schritte zu unternehmen, verbindliche Ziele zu definieren oder gar persönlich eingeschränkt zu werden, so sind diese Grundsätze schnell über Bord geworfen und werden als weltfremd und ideologisch bezeichnet. Genauso verhält es sich mit der Initiative zur Grünen Wirtschaft. Ein breites Gegnerkomitee lamentiert über Zwang und Einschränkung, fühlt sich viel zu sehr in der persönlichen Freiheit eingeschränkt und rechnet die Kosten einer grüner Wirtschaft ins Unermessliche.

Nachhaltigkeit und ein schonender Umgang mit unseren Ressourcen kann jedoch nicht einfach auf die lange Bank und für den nächsten technologischen Quantensprung aufgeschoben werden. Ohne Einschränkung und Verzicht, wenn wir weiterhin mehr und mehr wollen, geht die Rechnung nicht auf. Dieses Thema muss heute, hier und bei uns angegangen werden, und nicht in der Zukunft in einem Drittweltstaat mit einer noch nicht entwickelten Technologie gelöst werden. Wir tragen eine Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und müssen auch bereit sein diese wahrzunehmen. Dies bedeutet auch, dass nicht jeder so viel Energie und Ressourcen verbrauchen kann wie er will. Wie viel darf man denn brauchen? Hier liefert die Initiative eine klare, unmissverständliche Antwort- so viel, dass unser ökologischer Fussabdruck eine Erde nicht übersteigt, gerade eben so viel wie wir zur Verfügung haben ohne Raubbau an späteren Generationen zu betreiben.

Die Kosten dieser Initiative werden von den Gegner als untragbar eingeschätzt, dies zeigt jedoch die sehr kurzfristige Perspektive welche die Gegner an den Tag legen. Denn die Kosten, welche eine längerfristige Klimaveränderung und extreme Wetterphänomene auf unsere Landwirtschaft und  Wasserwirtschaft haben, oder welche geopolitischen Konflikte zukünftige Ressourcenknappheiten auslösen, sind bei weitem höher. Jetzt zu handelt, wird in jedem Fall günstiger sein als die Folgen, welche ein verantwortungsloser Umgang mit der Umwelt nach sich ziehen, auszubügeln.

Wir dürfen uns in diesem Thema nicht Angst machen lassen, aber auch nicht verbindliche, konkrete Ziele auf die lange Bank schieben und der nächsten Generation zum Lösen überlassen. Deshalb ist die Initiative für eine grüne Wirtschaft unbedingt anzunehmen.


Text von Claudia Schürch, Präsidentin der *jevp Schweiz