NEIN zum neuen Fortpflanzungs­medizingesetz (FMedG)

NEIN zum neuen Fortpflanzungs­medizingesetz (FMedG)!

Selektion von Leben – ethischer Dammbruch
Das vom Parlament verabschiedete Gesetz geht viel zu weit und ist ein krasser rechtsstaatlicher und ethischer Dammbruch. Leben wird im grossen Stil selektiert, erstmals kommerzialisiert und bewertet. Die Auslese wird sich in Richtung Gentech-Babies, Designerbabies und Wunschkind entwickeln. Sogar der Bundesrat warnte vor dieser Tendenz und votierte für stärkere Einschränkungen. Es wäre blauäugig zu meinen, dass der Regelkatalog nicht laufend erweitert würde (siehe England). Machen wir nicht dieselben Fehler wie andere Staaten. Die Solidarität für Behinderte („verhinderungswürdige Objekte“) würde langfristig schwinden, weshalb auch Behindertenorganisationen dagegen ankämpfen. Dieses Gesetz muss deshalb klar eingegrenzt werden!

Medizin soll heilen, nicht verhindern
Diese Selektion von Embryonen ist ethisch nicht vertretbar. Es erlaubt z.B. Chromosomenscreening für alle (!) Fruchtbarkeitstherapien und Tiefgefrieren zahlreicher im Reagenzglas erzeugter Embryonen. Unzählige überzählige künstlich erzeugte Embryonen werden für 10 Jahre tiefgekühlt, also zur Vernichtung aufgeschoben oder als Versuchsobjekte für Forschungszwecke entfremdet. Statistiken belegen die Gefahr von PID-Untersuchungen für die Kinder: Vermehrte Gesundheitsschäden wie vorzeitige Arteriosklerose, erhöhter Blutdruck oder Herzfunktionsstörungen bis hin zu seltenen Krebsformen. Die Medizin soll dafür einstehen, Leben zu fördern, zu heilen und Leid zu lindern. Ohne die Referendumsschranken tut dieses Gesetz genau das Gegenteil, indem es Leben verhindert.

Breite Unterstützung
Das Referendum der EVP gegen diese Gesetzesvorlage wird von einer ungewöhnlich breiten Abstützung von links bis rechts mitgetragen. Neben den 60’000 unterzeichnenden BürgerInnen sind diverse Verbände, Politiker und Organisationen im Boot (www.FMedG‐Nein.ch). Das Gesetz geht viel zu weit und muss klar eingegrenzt werden. Das wird mit einem JA zur Abstimmungsvorlage ermöglicht.

Der Vorstand der *jevp Schweiz hat entsprechend der bisherigen Stossrichtung der *jevp einstimmig die Nein-Parole zur Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes bestimmt. Wir sagen JA zu einer menschenwürdigen Medizin, JA zu ethischen Schranken und somit NEIN zu diesem Gesetz. Die *jevp und unzählige Selektionsgefährdete zählen auf deine Unterstützung!

Text von Christoph Bösinger, Vorstandsmitglied *jevp Schweiz

Kampagne

Politiker/innen aus allen Parteien von links bis rechts engagieren sich gegen das neue Fortpflanzungsmedizingesetz.

Zur Kampagne