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Gutes Ziel, aber Forderungen gehen zu weit
Auch bei der Ernährungsinitiative empfiehlt die Junge EVP ein klares Nein. Die Initiative verfolgt im Kern ein gutes Ziel, doch ihre Forderungen gehen zu weit.
Der Bundesrat muss bereits heute Rahmenbedingungen schaffen, dass die Schweizer Bevölkerung jederzeit Zugang zu einer ausreichenden Menge an hochwertigen und bezahlbaren Lebensmitteln hat. Dies ist also bereits in der Bundesverfassung verankert.
Würde die Initiative angenommen, müsste sich die Schweiz innerhalb von zehn Jahren zu 70% selbst versorgen können. Damit verbunden wäre eine Verlagerung in der Produktion hin zu einer vermehrt pflanzlichen Produktion. Während die JEVP grundsätzlich eine klimaschonende Ernährung unterstützt, lässt die Initiative zu wenig Zeit für diese Veränderungen und ist entsprechend so nicht realisierbar. Bei Annahme der Initiative müsste die Schweiz vermutlich mehr tierische Produkte importieren, das kann nicht das Ziel sein.
“ Klimapolitik muss aber sozialverträglich ausgestaltet werden und darf nicht auf die einzelnen Konsumentinnen und Konsumenten abgeschoben werden.”
- Auszug aus dem Parteiprogramm der Jungen EVP Schweiz
Das würde die Initiative verändern:
- Verbindlicher Selbstversorgungsgrad von 70%, damit die Bevölkerung auch bei Ausfall der Importe ernährt werden könnte. Bisher liegt der Selbstversorgungsgrad bei rund 46% – 70% erreichte die Schweiz nicht einmal im 2. Weltkrieg.
- Neuausrichtung der Land- und Ernährungswirtschaft auf pflanzliche Lebensmittel und Umverteilung der Agrarsubventionen von Tierprodukten hin zu pflanzlicher Produktion. Damit würde die Bevölkerung zu einer veganen Lebensweise gedrängt.
- Nationale Planung der Wasserversorgung sowie Erhalt von Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Wichtige Ziele, die auch ohne diese Initiative verfolgt werden.