Bericht von der International Summer School 2016

Die *jevp Schweiz hat als Gast­ge­ber vom 7. bis 12. Juli 2016 die Inter­na­tio­nal Sum­mer School von ECPY­outh (Euro­pean Chris­tian Poli­ti­cal Youth) in Bern will­kom­men geheis­sen. Mit ins­ge­samt rund 50 Teil­neh­men­den Jungpolitiker/innen aus Natio­nen wie Spa­nien, den Nie­der­lan­den oder der Ukraine wurde das Thema „Flüchtlings- und Migra­ti­ons­krise in Europa“ unter die Lupe genom­men.

Am Tagungs­ort Bun­des­haus kamen die Teil­neh­mer in den Genuss meh­re­rer fun­dier­ter Vor­träge, die sich dem Thema von ver­schie­de­nen Sei­ten näher­ten. Der Experte und CEO von CSI Inter­na­tio­nal, Dr. John Eib­ner, refe­rierte über die Rolle der NGOs in Bezug auf das Aus­land. Er hält die west­li­chen Sank­tio­nen gegen Syrien für gefähr­lich, auch weil diese den Staat in den Bank­rott und somit in das totale Chaos trei­ben könn­ten. Mit Fokus auf die ange­kom­me­nen Flücht­linge sprach Marc Jost, Ber­ner EVP-Grossrat und Gene­ral­se­kre­tär der SEA, über die Rolle der NGOs und Kir­chen hier vor Ort. Die Vor­träge wur­den mit einem brei­ten Spek­trum an Bei­spie­len aus der Pra­xis ange­rei­chert. So auch das Refe­rat von Gor Khatchi­kyan, einem Arzt aus den Nie­der­lan­den, der als frü­he­res arme­ni­sches Flücht­lings­kind sei­ner­seits aus Erfah­rung spre­chen konnte.

Besuch Flücht­lings­heime
Wer sich mit dem Thema Flücht­lings­krise aus­ein­an­der­setzt, sollte sich auch ein Bild über die Lage in Flücht­lings­hei­men machen. Es war eine grosse Berei­che­rung, dass ver­schie­dene Flücht­lings­heime besucht und so Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand zugäng­lich wur­den. Das Spek­trum der besuch­ten Flücht­linge reichte von Fami­lien bis zu unbe­glei­te­ten Min­der­jäh­ri­gen. Es wirft ein ande­res Licht auf die aktu­elle Flücht­lings­si­tua­tion, wenn man Geschich­ten von Flücht­lin­gen aus ers­ter Hand hört. Abge­run­det wurde die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Flücht­lings­krise durch Work­shops über Kom­mu­ni­ka­tion.

Bun­des­haus, Stadt­füh­rung und BBQ
Die Kon­fe­renz­teil­neh­men­den erhiel­ten nicht nur eine Füh­rung im Bun­des­haus, son­dern eben­falls eine Ein­füh­rung in das schwei­ze­ri­sche Poli­tik­sys­tem vom alt Natio­nal­rat und ehe­ma­li­gen EVP-Parteipräsident Hei­ner Stu­der. Neben tech­ni­schen Tei­len, wie der Gene­ral­ver­samm­lung der ECPY­outh, kamen die inter­na­tio­na­len Gäste bei traum­haf­tem Wet­ter auch in den Genuss von ver­schie­de­nen locke­ren Akti­vi­tä­ten, die vom Schwim­men in der Aare über ein BBQ bis zur Stadt­füh­rung in Bern reich­ten.

13 Natio­nen
Neben allen wert­vol­len Bei­trä­gen durfte der kul­tu­relle und the­ma­ti­sche Aus­tausch zwi­schen den Teil­neh­men­den nicht feh­len. Die Dis­kus­sio­nen zwi­schen den Jung­po­li­ti­kern, Par­tei­se­kre­tä­ren und Polit­in­ter­es­sier­ten aus ins­ge­samt 13 Natio­nen berei­cherte die Kon­fe­renz unge­mein. So reis­ten die Teil­neh­mer mit vie­len Impres­sio­nen wie­der zurück in ihr eige­nes Land. Kurz: Die Inter­na­tio­nale Sum­mer School 2016 war ein vol­ler Erfolg!

Das sagen Teilnehmer/innen zur Sum­mer School
Anil Chaud­hary Kumar, Stadt­par­la­men­ta­rier in Den Haag, Nie­der­lande: „I was impres­sed with Bern’s stra­tegy of pro­vi­ding schoo­lings to unac­com­pa­nied minors.“

Inna Pan­chuk, Vor­stands­mit­glied ECPY­outh, Ukraine: „Diese Sum­mer School war äus­serst pro­fes­sio­nell und infor­ma­tiv. Der Flücht­lings­zen­trums­be­such und das Gespräch mit Flücht­lin­gen hatte gros­sen Ein­fluss auf das Ver­ständ­nis der Krise.“

Chris­toph Bösin­ger, Vor­stands­mit­glied *jevp Schweiz: „Die Sum­mer School war eine wert­volle Gele­gen­heit, sich mit Jung­po­li­ti­kern ande­rer Län­der und Kul­tu­ren zu ver­net­zen, die sich mit ähn­li­chen Pro­ble­men kon­fron­tiert sehen wie wir.“

Wei­tere Bil­der von der Sum­mer School gibt es hier zu sehen!

Bericht von Chris­toph Bösin­ger, Vor­stands­mit­glied *jevp Schweiz.