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Newsartikel

WIR WOLLEN FREIE SICHT!

Heute mor­gen wurde in Bern die Peti­tion „Freie Sicht! – gegen sexis­ti­sche Wer­bung“ mit 17 745 Unter­schrif­ten dem Bun­des­rat und den eid­ge­nös­si­schen Räten über­ge­ben.

Die im Mai von der *jevp gemein­sam mit Part­nern lan­cierte Peti­tion for­dert: Sexis­ti­sche Wer­bung gehört nicht in die Öffent­lich­keit. Sexis­ti­sche Wer­bung wider­spricht libe­ra­len Grund­sät­zen, ist geschlech­ter­dis­kri­mi­nie­rend, für breite Teile der Bevöl­ke­rung ein ech­tes Pro­blem und trägt zur Über­se­xua­li­sie­rung unse­rer Gesell­schaft bei. Die Initi­an­ten und Initi­an­tin­nen sind der Ansicht, dass die Wer­be­bran­che ihre Mit­ver­ant­wor­tung wahr­neh­men muss. Ist sie im zahn­lo­sen Selbst­kon­troll­or­gan Lau­ter­keits­kom­mis­sion dazu nicht in der Lage, ent­steht gesetz­ge­be­ri­scher Hand­lungs­be­darf. Die Umset­zung kann auf ver­schie­de­nen Ebe­nen an die Hand genom­men wer­den: • Ers­tens ist die Ablö­sung der Lau­ter­keits­kom­mis­sion durch eine staat­li­che Ombuds­stelle denk­bar, wel­che heikle Wer­bung vor dem Aus­hang beur­teilt. Statt Zen­sur­mass­nah­men könn­ten emp­find­li­che Bus­sen als Sank­ti­ons­mög­lich­keit ins Auge gefasst wer­den. • Zwei­tens haben ver­schie­dene Gemein­den eine Vor­rei­ter­rolle ein­ge­nom­men und in ihren loka­len Wer­be­ord­nun­gen fest­ge­schrie­ben, dass sie auf Gemein­de­ge­biet keine sexis­ti­sche Wer­bung erlau­ben (Rein­ach, Worb, Heri­sau, Cham). Das zeigt klar: die Leute wol­len keine Wer­bung für Bor­delle und Ero­tik­märkte an ihren Aus­fall­stras­sen. Zie­hen andere Gemein­den nach, wird sich die Wer­be­bran­che schon nur aus prak­ti­schen Grün­den Zurück­hal­tung auf­er­le­gen müs­sen und der Druck für eine natio­nale Lösung wird stei­gen. • Drit­tens hat Natio­nal­rat Hei­ner Stu­der (EVP, AG) heute eine par­la­men­ta­ri­sche Initia­tive ein­ge­reicht, wel­che ein Ver­bot von über­se­xua­li­sier­ter und geschlech­ter­dis­kri­mi­nie­ren­der Wer­bung for­dert. Damit soll der gesetz­ge­be­ri­sche Hand­lungs­be­darf deut­lich gemacht wer­den. Neue Wege ging die Peti­tion beim Sam­meln der Unter­schrif­ten: knapp die Hälfte der Signa­tu­ren ist über die Web­seite www.freie-sicht.ch zusam­men­ge­kom­men. Indem dazu eine gül­tige E-Mail-Adresse not­wen­dig war und die Unter­schrif­ten auf mehr­fach Unter­zeich­nende hin über­prüft wur­den, kann der Peti­tion auch dies­be­züg­lich eine hohe Qua­li­tät attes­tiert wer­den. Die *jevp dankt allen Betei­lig­ten, die zum Gelin­gen der Peti­tion beige­tra­gen haben, nament­lich auch der EDU, wel­che 1400 Unter­schrif­ten beige­steu­ert hat. Heute mor­gen haben alle eid­ge­nös­si­schen Par­la­men­ta­rie­rIn­nen ein Bril­len­putz­tuch mit dem Emblem der Peti­tion an ihrem Platz auf­ge­fun­den. Damit for­dert die *jevp von Bun­des­rat und Par­la­ment: Sorgt end­lich für Freie Sicht!