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Newsartikel

„Ethisches Handeln ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen“

Füh­rungs­kräfte aus Wirt­schaft, Poli­tik, Kul­tur und Kir­che dis­ku­tier­ten am über­par­tei­li­chen Füh­rungs­sym­po­sium der EVP Region Obera­ar­gau im Design Cen­ter Lan­gen­thal über Ansatz­punkte einer auf ethi­schen Prin­zi­pien basie­ren­den Wirt­schafts­ent­wick­lung und Unter­neh­mens­füh­rung.

Der Zür­cher Sozi­al­ethi­ker Hans Ruh for­derte die mehr als 60 Obera­ar­gauer Füh­rungs­kräfte auf, ethi­sches Ver­hal­ten im Arbeits­all­tag kon­kret umzu­set­zen. Dies zahle sich auf lange Sicht aus, da ethi­sches Ver­hal­ten ein ent­schei­den­der Erfolgs­fak­tor für Unter­neh­men sei. Die Bevöl­ke­rung tole­riere nicht mehr län­ger unethi­sches Ver­hal­ten, wie etwa der Unmut über hor­rende Mana­ger­löhne zeige. Die Öffent­lich­keit werde zu einer neuen Macht.

Pas­cal Lütolf, Finanz­chef bei Trisa, bestä­tigte, dass ethi­sches Ver­hal­ten in einem Unter­neh­men mit rund 700 Mit­ar­bei­ten­den tat­säch­lich zu Erfolg füh­ren kann: In der Luzer­ner Unter­neh­mung sei bei­spiels­weise der Ver­wal­tungs­rat pari­tä­tisch zusam­men­ge­setzt, alle Mit­ar­bei­ten­den hät­ten glei­che Arbeits­be­din­gun­gen, es gebe eine Erfolgs­be­tei­li­gung und eine Aktie für alle Mit­ar­bei­ten­den und das auf Wer­ten basierte Leit­bild werde aktiv gelebt.

Die anwe­sen­den Füh­rungs­kräfte, dar­un­ter fast der gesamte Lan­gen­tha­ler Gemein­de­rat sowie Bundes- und Kan­tons­po­li­ti­ker aus der Region, aber auch Unter­neh­mens­chefs, dis­ku­tier­ten anschlies­send in Grup­pen, wie Ethik im Arbeits­all­tag kon­kret umge­setzt wer­den kann. Eine Schluss­fol­ge­rung der Arbeits­grup­pen war, dass ins­be­son­dere trans­pa­rente, offene und auf Par­ti­zi­pa­tion beru­hende Kom­mu­ni­ka­tion ent­schei­dend seien. Ethi­sches Ver­hal­ten müsse zudem nicht nur auf dem Papier nie­der­ge­schrie­ben sein, son­dern kon­kret gelebt wer­den.

Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Gym­na­si­ums Lan­gen­thal zeig­ten zum Schluss der Ver­an­stal­tung auf, wie sie die Umset­zung ethi­scher Prin­zi­pien in der Obera­ar­gauer Wirt­schaft beur­tei­len: Sie kom­men­tier­ten ihre Beob­ach­tun­gen in den Grup­pen­ar­bei­ten und kamen zum Schluss, dass Ethik im Obera­ar­gau durch­aus ein Thema sei, es aber noch Ver­bes­se­rungs­be­darf gebe: So sei nach wie vor sel­ten eine aus­ge­gli­chene Work-Life-Balance fest­zu­stel­len, pri­mär stehe der finan­zi­elle Erfolg eines Unter­neh­mens im Zen­trum des Han­delns.