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Kommentar: Die SVP will auf keine Art und Weise helfen!

Ein Kom­men­tar zur aktu­el­len Flücht­lings­po­li­tik der SVP vom *jevp-Generalsekretär Reto Stal­der.

Die SVP will auf keine Art und Weise hel­fen! Dass sie mög­lichst wenige Flücht­linge in unse­rem Land auf­neh­men will, ist bekannt. Jedoch redet sie immer von der "Hilfe vor Ort", wel­che viel effek­ti­ver und wich­ti­ger sei. In die­ser Woche ent­schied der Natio­nal­rat nun eben gerade über diese Hilfe vor Ort. Es ging um die Hilfe vor Ort für die Flücht­linge des syri­schen Bür­ger­kriegs. Doch wer sprach sich dage­gen aus? Die SVP. Man muss das freund­li­che Reden der SVP durch­schauen und ehr­lich sagen: Die SVP will weder Flücht­lin­gen in Europa hel­fen, noch will sie diese in den Län­dern selbst unter­stüt­zen, wo Not herrscht. Die SVP will grund­sätz­lich nicht hel­fen. Tra­gisch, wenn man das rie­sige Elend rund um den Isla­mi­schen Staat und des­sen Aus­wir­kun­gen ansieht. Kon­kret lässt die SVP lie­ber Leute ver­hun­gern, erfrie­ren oder an pre­kä­ren hygie­ni­schen Bedin­gun­gen in den Flücht­lings­la­gern lei­den, als dass sie unse­ren Reich­tum zu einem gewis­sen Teil für die Hilfe inves­tiert. Was hätte solch ego­i­si­ti­sches Han­deln für mög­li­che Aus­wir­kun­gen? Bei­spiels­weise würde so eine ganze Gene­ra­tion von jun­gen Men­schen soll in ihrer hoff­nungs­lo­sen Situa­tion lie­gen gelas­sen, ohne jeg­li­che Zukunfts­per­spek­tive. Was soll jemand tun, der von 15 bis 25 in einem Flücht­lings­la­ger mit nahezu 100%iger Arbeits­lo­sig­keit und ohne Schule auf­wächst? Was würde das für eine Gene­ra­tion wer­den? Genau in sol­chen ver­zwei­fel­ten Mil­lieus hat reli­giö­ser Fana­tis­mus seine bes­ten Aus­brei­tungs­chan­cen. Was für ein Gefah­ren­po­ten­tial, nicht zuletzt für uns?

Übri­gens: Jede andere Par­tei unter­stütze die Hilfe vor Ort für Flücht­linge des syri­schen Bür­ger­kriegs, wes­halb sie zum Glück auch ange­nom­men wurde.

Reak­tio­nen und Dis­kus­sio­nen zum Kom­men­tar sind erwünscht! Der Autor des Kom­men­tars, Reto Stal­der, ist auf Twit­ter oder per Email erreich­bar.