Sieben Lösungsvorschläge zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Vom momen­ta­nen Anstieg der Arbeits­lo­sen­quote, aus­ge­löst durch die Wirt­schafts­krise, sind die Jun­gen beson­ders schwer betrof­fen. Die *jevp Schweiz ist der Mei­nung, dass nun einer­seits schnell kurz­fris­tig grei­fende Mass­nah­men umge­setzt wer­den müs­sen, dar­über hin­aus aber auch län­ger­fris­tige Mass­nah­men ange­gan­gen wer­den soll­ten.

Dazu unsere kon­kre­ten sie­ben Lösungs­vor­schläge:

  • Arbeit soll sich loh­nen
    Im Grund­satz hat zu gel­ten: Arbeit statt Sozi­al­hilfe. Die Inte­gra­tion in den Arbeits­pro­zess ist situa­tiv zu för­dern, bei­spiels­weise durch Ein­ar­bei­tungs­zu­schüsse, Lohn­zu­schüsse für Leis­tungs­ge­min­derte oder die För­de­rung des ergän­zen­den Arbeits­mark­tes.

  • Punk­tu­el­les Coa­ching und Beglei­tung von Lehr­ver­hält­nis­sen
    Lehr­ver­trags­auf­lö­sun­gen ver­ur­sa­chen unnö­tige Kos­ten und Umtriebe und wir­ken sich für alle Betei­lig­ten demo­ti­vie­rend aus. Wir schla­gen daher ein Coaching-System vor, mit wel­chem Lehr­lings­ver­ant­wort­li­che sowie auch Ler­nende und gege­be­nen­falls ihr Umfeld in kri­ti­schen Pha­sen punk­tu­ell beglei­tet wer­den. Gemein­sam erfolgt eine Situa­ti­ons­ana­lyse, Ziele wer­den defi­niert und dar­aus ent­spre­chende Mass­nah­men abge­lei­tet. Der Coach über­wacht und unter­stützt deren Umset­zung und ver­netzt bei Bedarf mit ent­spre­chen­den Fach­per­so­nen.

  • Aus­län­di­sche Fir­men mit Nie­der­las­sung in der Schweiz sol­len bei der Aus­bil­dung von Jugend­li­chen in die Pflicht genom­men wer­den
    Es braucht ver­mehrte Anstren­gun­gen, aus­län­di­sche Fir­men mit Nie­der­las­sung in der Schweiz unser Aus­bil­dungs­sys­tem näher zu brin­gen, damit man sie von der Wich­tig­keit der Aus­bil­dung von Jugend­li­chen über­zeu­gen kann.

  • Berufs­prak­tika
    Berufs­prak­tika sind eine sinn­volle Sache, sie dür­fen der Wirt­schaft aber nicht dafür die­nen, dadurch bil­lige Arbeits­kräfte zu rekru­tie­ren. Es muss ein Min­dest­lohn für Prak­tika ange­strebt wer­den, ebenso müs­sen Betriebe dazu ange­hal­ten wer­den, Prak­ti­kan­ten nach dem Prak­ti­kum im Betrieb wei­ter zu beschäf­ti­gen.

  • Per­sön­li­ches Coa­ching für schu­lisch schwa­che Schü­ler vor der Lehr­stel­len­su­che
    Es braucht Coachs, wel­che schu­lisch schwa­che Schü­ler zur Seite ste­hen, bevor es um die Lehr­stel­len­su­che geht. Schu­li­sche Lücken müs­sen früh gestopft wer­den, damit die schu­lisch Schwa­chen bei der Lehr­stel­len­su­che nicht auf der Stre­cke blei­ben.

  • Berufs­kun­de­un­ter­richt an Schu­len
    Im Berufs­kun­de­un­ter­richt an Schu­len sollte nicht nur gezeigt wer­den, wel­che Berufe es gibt, son­dern das Augen­merk muss ver­mehrt dar­auf gerich­tet wer­den, wel­che Gaben und Fähig­kei­ten der ein­zelne Schü­ler hat.

  • Mul­ti­check – ein­heit­li­cher Test Anfangs neunte Klasse
    Mul­ti­checks wer­den heute von vie­len Betrie­ben von Lehr­stel­len­su­chen­den ver­langt. Diese Tests sind aber meis­tens recht teuer. Wir for­dern, dass alle Schü­ler und Schü­le­rin­nen Anfangs 9. Schul­jahr in der Schule einen ein­heit­li­chen Test machen, wel­cher dann der Bewer­bung beige­legt wer­den kann.